Kategorie-Archiv: Gerichtsurteile

Gesetze, Gerichtsurteile und Rechtsprechung zum Thema Schall

Das Geräusch muss störend sein

Wenn Mieter bei Geräuschproblemen alleine dastehen

Die meisten Mieter werden von ihren Hausverwaltungen im Stich gelassen, wenn es um Hilfe bei Geräuschproblemen geht. Besonders schwer wird es für die Betroffenen, wenn die Verwaltung oder der Hausmeister das Problem als Einzelfall darstellen. Deshalb sollte sich die betroffene Mietpartei als erste Maßnahme Unterstützung aus der Nachbarschaft holen. Wenn mehrere Personen das Geräusch hören, kommt die Verwaltung schneller in die Gänge. Jeder Kenner der Szene weiß aber, dass gute Kontakte in großen Wohneinheiten eher die Ausnahme sind. Dennoch sollten Betroffene die Scheu überwinden und beim Nachbarn klingeln.
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So beurteilt der Richter Zimmerlautstärke

Der Begriff “Zimmerlautstärke” spielt in Gerichtsprozessen eine große Rolle, bei denen der Kläger eine vermeintliche Ruhestörung abstellen möchte. Die Liste mit Beispielen ist lang und sehr individuell. Die Gerichtsakten verzeichnen streitende Ehepaare, auf den Boden stampfende Kinder, stundenlanges Üben von Berufsmusikern, nächtliches Duschen, Hundegebell oder Diskomusik. In den letzten Jahren hält eine neue Art von Lärmquelle Einzug in das Prozessgeschehen: lang anhaltende, gleichförmige Brummtöne aus der Nachbarwohnung sorgen bei den Betroffenen für schlaflose Nächte, Kopfschmerzen oder Bluthochdruck. Was liegt also näher, den Begriff “Zimmerlautstärke” eingehender zu beleuchten.
Lesen Sie den volllständigen Artikel auf der Webseite von Baubiologie Regional “Zimmerlautstärke”

Lärm ist häufiger Grund für Mietminderung

Nicht immer sind die Nachbarn schuld, wenn es laut wird. Manchmal ist auch die Wohnung hellhörig. Wie laut es dabei werden darf, hängt vom Baujahr des Hauses ab. Wer in einen Neubau zieht, darf eine gute Schalldämmung erwarten, in einer Gründerhausvilla wäre das nicht angemessen.
Normale Trittgeräusche sind kein Mangel. Diese hat Mieter durch den Mietvertrag akzeptiert. Wenn die Wohnung aber erst durch einen Umbau hellhörig geworden ist, ist die Rechtslage anders. Dann hat sich der Wohnwert verringert, der Bewohner kann eine Mietminderung beanspruchen.
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Lärmstreitigkeiten vor Gericht

Alltägliches und kurioses landet bei Lärmstreitigkeiten vor Gericht. Ob schreiende Kinder, nächtliche Ruhestörung, elektrische Laubsammler, Altglascontainer oder Schuhegetrappel in der Wohnung – die Richter entscheiden mal so mal so.

Der Journalist Tobias Krell hat in seinem Artikel für die WAZ einige Fälle näher untersucht.
http://www.derwesten.de/wohnen/so-entscheiden-richter-in-verschiedenen-faellen-von-laermbelaestigung-id9021818.html

Streit über Schallschutzmaßnahmen

Der gesunde Menschenverstand kommt vor Gericht nicht immer zum Zuge. In diesem Fall kürzte der Mieter aufgrund zu hoher Lärmbelastung die Miete. Er bemängelte den Schallschutz einer nach seinem Einzug ausgebauten Dachgeschosswohnung. Der Bundesgerichtshof entschied nun zugunsten des Vermieters: Dieser müsse nur den Schallschutz gewährleisten, der zum Zeitpunkt des Neubaues gültig war. Bei einem Neubau oder Umbau wiederum gelten andere Bedingungen. Weiterlesen