Kategorie-Archiv: Lärmschutz

Schallschutzklassen werkvertraglich vereinbaren

In Werkverträgen bei Neubauten oder Sanierungsmaßnahmen werden Schallschutzklassen zunehmend vereinbart. Ein wichtiges Hilfsmittel bietet die Einteilung des DEGA-Schallschutzausweises. Die Deutsche Gesellschaft für Akustik (DEGA) mit Sitz in Berlin hat einen Schallschutzausweis entwickelt, der mit seiner farbigen Einteilung dem Energiepass ähnelt. Der höchste Schallschutz erhält die Kennzeichnung A* und die Farbe “dunkelgrün”, für die niedrigste Stufe wurde der Buchstabe F und die Farbe “rot” vergeben. Die Klassen des DEGA-Schallschutzausweises stehen im Einklang mit bisherigen Normierungsmaßnahem. So entspricht die Stufe “C” gemäß DEGA der Schallschutzstufe (SSt) II der VDI-4100 und dem Beiblatt 2 der DIN 4109-1989. Für die Stufe “B” und SSt III sieht die DIN 4109 bisher keine Klassifizierung vor.
Mehr Infos und Links zum Schallchutz

Bei der Planung die Nachbarn vergessen

Bei der Standortplanung für eine mobile Umspannstation hat man bei den verantwortlichen Behörden offensichtlich die Geräuschbelästigung unterschätzt. Die SZ München berichtete bereits mehrfach von der Situation im Münchner Stadtteil Daglfing. Die Umspannstation soll die nebenan entstehende Flüchtlingsunterkunft mit Strom versorgen. Seit der Inbetriebnahme fühlen sich die Anwohner belästigt. Die Betroffenen verstehen nicht, warum die Planer nicht einen Standort an einer unbebauten Stelle gewählt haben und fordern eine Lösung.
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Schallschutz bei Luftwärmepumpen

Wer Luftwärmepumpen (LWP) im Außenbereich seines Wohnhauses aufstellen will, sollte darauf achten, den Nachbarn nicht mit unerwünschten Schallimmissionen zu belasten. Bereits bei der Auswahl von Fabrikaten ist der Schallleistungspegel LWA ein wichtiges Kriterium. Der LWA sollte unter 50 dB(A) liegen, ansonsten ist das Aggregat zu laut. Weiterhin ist der Aufstellungsort im Garten sorgfälltig zu planen. Ein direktes Ausrichten auf das Nachbarhaus ist zu vermeiden. Die Luftwärmepumpe sollte in einen 90-Grad-Winkel aufgestellt werden. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, könnte die LWP eingekapselt werden.
Eine umfangreiche Ausarbeitung dieses Themas bietet die Broschüre das Bayerischen Landesamtes für Umwelt.

Risiko von Hörschäden bei Profimusikern

Die Universität Bremen berichtete über eine Studie zum relativ erhöhten Risiko von Gehörschäden bei Profimusikern. Demnach hat diese Berufsgruppe ein 4 Mal höheres Risiko an Gehörschäden zu erkranken als die Allgemeinbevölkerung. Das Tinnitusrisiko ist um 57% höher. Zur Vorbeugung von Hörschäden empfehlen die Wissenschaftler gehörschützende Maßnahmen wie die sogenannten In-Ear-Geräte. Die Studie hat die wissenschaftliche Bezeichnung “Incidence and relative risk of hearing disorders in professional musicians” und wurde online in der
Zeitschrift “Occupational & Environmental Medicine” veröffentlicht.
Mehr Infos unter http://idw-online.de/de/news587018 Weiterlesen

Kommune reagiert zu spät

Warum müssen die Bürger erst auf die Barrikaden gehen, damit die Behörden reagieren? Eine Anwohnerin in Mönchengladbach fühlte sich durch den Brummton eines Generators unter ihrem Fenster gestört. Das Amtsgericht lehnte eine einstweilige Verfügung ab, da die Beschwerdeführerin keine brauchbaren Nachweise vorlegen konnte.
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Entlüftungsanlage einer Textilmaschinenfabrik sorgt für Ärger

Ein konstantes Rauschen ab sechs Uhr morgens bis in die Abendstunden störte die Anwohner schon länger. Nun ist bei bestimmten Windverhältnissen ein ätzender, beißender Lackgeruch hinzugekommen. Lärmmessungen der Genehmigungsbehörde vor Ort hatten ergeben, dass die gesetzlich vorgegebenen Richtwerte nicht überschritten worden. Dieses Problem schlägt immer wieder auf: die monotonen Summ- oder Brummgeräusche sind nervtötend. Der Immissionsschutz in Deutschland richtet sich nur nach dem dB/A Schallpegel plus 3 dB Sicherheit zugunsten des Betreibers. Hier muss dringend etwas passieren.
zum Artikel des Gelnhäuser Tageblatts

 

Lärmpegel und Schadstoffbelastungen in Berlin-Tegel werden gemessen

Mit permanenten Messstationen im Umfeld des Flughafens soll geprüft werden, ob der stark gestiegene Flugverkehr in Tegel zu mehr Lärm und höheren Schadstoffbelastungen in der Luft führt. Mit ihrem Antrag forderten die Bündnisgrünen das Bezirksamt auf, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass die Messstationen eingerichtet werden. “Solange es den Flugverkehr gibt, muss weiter gemessen und kontrolliert werden”, begründete Grünen-Fraktionschef Torsten Hauschild den Antrag.
Weiterlesen unter berliner-woche.de

Erstes Bundesland mit einer Lärmschutzbeauftragten

Das Mitglied von Bündnis90/die Grünen Dr. Gisela Splett ist Lärmschutzbeauftragte im Bundesland Baden-Württemberg. Jetzt stellte sie ein Konzept vor, wie Lärm an hochbelasteten Verkehrswegen gemindert werden soll. Jeder Bürger soll ein Recht auf Lärmschutzmaßnahmen bekommen, wenn die Belastung nachts einen bestimmte Richtwert übersteigt. Neu ist, dass der Lärm verkehrsübergreifend zwischen Schiene und Straße untersucht wird. Weiterlesen