Risiko von Hörschäden bei Profimusikern

Die Universität Bremen berichtete über eine Studie zum relativ erhöhten Risiko von Gehörschäden bei Profimusikern. Demnach hat diese Berufsgruppe ein 4 Mal höheres Risiko an Gehörschäden zu erkranken als die Allgemeinbevölkerung. Das Tinnitusrisiko ist um 57% höher. Zur Vorbeugung von Hörschäden empfehlen die Wissenschaftler gehörschützende Maßnahmen wie die sogenannten In-Ear-Geräte. Die Studie hat die wissenschaftliche Bezeichnung “Incidence and relative risk of hearing disorders in professional musicians” und wurde online in der
Zeitschrift “Occupational & Environmental Medicine” veröffentlicht.
Mehr Infos unter http://idw-online.de/de/news587018 Weiterlesen

Kommune reagiert zu spät

Warum müssen die Bürger erst auf die Barrikaden gehen, damit die Behörden reagieren? Eine Anwohnerin in Mönchengladbach fühlte sich durch den Brummton eines Generators unter ihrem Fenster gestört. Das Amtsgericht lehnte eine einstweilige Verfügung ab, da die Beschwerdeführerin keine brauchbaren Nachweise vorlegen konnte.
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Wohnanlage zu nah am Industriegebiet

Der Mieter einer exklusiven Wohnanlage in Bremen wollte sich etwas besonderes gönnen und zahlte eine entsprechend hohe Miete. Leider grenzt das Wohngebiet direkt an ein Industriegebiet mit erlaubten Schallpegeln von 55 dB(A) zur Nachtzeit. Bei der Wohnungsbesichtigung tagsüber fiel dem Mieter das nächtliche Lärmproblem aufgrund der Hintergrundgeräusche nicht auf. Der Schock kam erst nach Bezug der Wohnung. Im Mietvertrag waren diese Tatbestände offensichtlich vermerkt. Insofern hatte der Mieter keine Handhabe, gegen den nächtlichen Industrielärm vorzugehen. Ihm blieb nur die Kündigung. Fatalerweise wurde im Mietvertrag auch eine zweijährige Kündigungszeit akzeptiert.
zum vollständigen Artikel des Weser-Kuriers

Entlüftungsanlage einer Textilmaschinenfabrik sorgt für Ärger

Ein konstantes Rauschen ab sechs Uhr morgens bis in die Abendstunden störte die Anwohner schon länger. Nun ist bei bestimmten Windverhältnissen ein ätzender, beißender Lackgeruch hinzugekommen. Lärmmessungen der Genehmigungsbehörde vor Ort hatten ergeben, dass die gesetzlich vorgegebenen Richtwerte nicht überschritten worden. Dieses Problem schlägt immer wieder auf: die monotonen Summ- oder Brummgeräusche sind nervtötend. Der Immissionsschutz in Deutschland richtet sich nur nach dem dB/A Schallpegel plus 3 dB Sicherheit zugunsten des Betreibers. Hier muss dringend etwas passieren.
zum Artikel des Gelnhäuser Tageblatts

 

Lärmstreitigkeiten vor Gericht

Alltägliches und kurioses landet bei Lärmstreitigkeiten vor Gericht. Ob schreiende Kinder, nächtliche Ruhestörung, elektrische Laubsammler, Altglascontainer oder Schuhegetrappel in der Wohnung – die Richter entscheiden mal so mal so.

Der Journalist Tobias Krell hat in seinem Artikel für die WAZ einige Fälle näher untersucht.
http://www.derwesten.de/wohnen/so-entscheiden-richter-in-verschiedenen-faellen-von-laermbelaestigung-id9021818.html

Leipziger durch Awacs-Flüge gestört

Die militärischen Luftaufklärer der NATO mit der Bezeichnung “Awacs” sind besonders laut. Dies bestätigte der Leipziger Flughafensprecher Uwe Schuhart der DNN-online. Zu Übungszwecken wurde das Start- und Landetraining fünfzehn Mal durchgezogen. Die Anwohner beschwerten sich reihenweise bei der Flughafenleitung. Die Flüge sind gottseidank in der Nachtzeit und am Wochenende nicht zugelassen. Der komplette Artikel findet sich bei DNN-Online.

Lärmpegel und Schadstoffbelastungen in Berlin-Tegel werden gemessen

Mit permanenten Messstationen im Umfeld des Flughafens soll geprüft werden, ob der stark gestiegene Flugverkehr in Tegel zu mehr Lärm und höheren Schadstoffbelastungen in der Luft führt. Mit ihrem Antrag forderten die Bündnisgrünen das Bezirksamt auf, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass die Messstationen eingerichtet werden. “Solange es den Flugverkehr gibt, muss weiter gemessen und kontrolliert werden”, begründete Grünen-Fraktionschef Torsten Hauschild den Antrag.
Weiterlesen unter berliner-woche.de

Erstes Bundesland mit einer Lärmschutzbeauftragten

Das Mitglied von Bündnis90/die Grünen Dr. Gisela Splett ist Lärmschutzbeauftragte im Bundesland Baden-Württemberg. Jetzt stellte sie ein Konzept vor, wie Lärm an hochbelasteten Verkehrswegen gemindert werden soll. Jeder Bürger soll ein Recht auf Lärmschutzmaßnahmen bekommen, wenn die Belastung nachts einen bestimmte Richtwert übersteigt. Neu ist, dass der Lärm verkehrsübergreifend zwischen Schiene und Straße untersucht wird. Weiterlesen

Streit über Schallschutzmaßnahmen

Der gesunde Menschenverstand kommt vor Gericht nicht immer zum Zuge. In diesem Fall kürzte der Mieter aufgrund zu hoher Lärmbelastung die Miete. Er bemängelte den Schallschutz einer nach seinem Einzug ausgebauten Dachgeschosswohnung. Der Bundesgerichtshof entschied nun zugunsten des Vermieters: Dieser müsse nur den Schallschutz gewährleisten, der zum Zeitpunkt des Neubaues gültig war. Bei einem Neubau oder Umbau wiederum gelten andere Bedingungen. Weiterlesen